Rundbrief September 2021

Liebe Bäuerinnen, Bauern und Tierbesitzer,

Neues Tierarzneimittelgesetz tritt im Februar 2022 in Kraft!

Wie Ihr schon alle mitbekommen habt, fordert das neue Tierarzneimittelgesetz neue Maßnahmen um gerade die Homöopathie beim Nutztier weiter zu ermöglichen.

Wir wollen Euch über unseren Konflikt der Problematik zwischen den Homöopathie-Seminaren und dem bevorstehendem neuen EU-Tierarzneimittelgesetz, das ab Februar 2022 in Kraft tritt, informieren.
Der Deutsche Bundesrat hat diesem Gesetz am 17.09.21 zugestimmt, d.h. dass es ab Februar 2022 ohne Abweichungen des ursprünglichen Entwurfes gültig ist.
In diesem neuen Tierarzneimittelgesetz wurde unter anderem festgelegt, dass Tierbesitzer Homöopathische Mittel nicht mehr ohne tierärztliche Verordnung verabreichen dürfen. Ein Verstoß gegen diese Verordnung gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit bis zu 3.000 Euro Strafe geahndet.
Diese Gesetzgebung ist vollkommen unverhältnismäßig und nicht zielführend und verleitet zudem zu ordnungswidrigem Handeln.
Die meisten homöopathisch arbeitenden Landwirte (ca. jeder 2. Milchviehhalter) werden sich sicherlich durch dieses Gesetz nicht daran hindern lassen weiterhin ihren Bestand homöopathisch zu behandeln.
In Zukunft jedoch ohne Eintragungen im Bestandsbuch und ohne Führung einer ordentlichen, frei zugänglichen und gesetzeskonformen Stallapotheke.

Die Möglichkeit eines regulären Vorgehens zum Einsatz von homöopathischen Mitteln durch den Tierbesitzer/Landwirt muss mit dem Hoftierarzt abgesprochen werden. Wenn möglich, wird der Tierarzt dann die hierfür notwendigen Abgabebelege erstellen und nur so ist die Behandlung künftig rechtskonform. Wir werden das künftig auch in unseren Seminaren so empfehlen und Euch auch Vordrucke für Abgabebelege zur Verfügung stellen, die Ihr dann vom Tierarzt unterschreiben lassen könnt.
In Deutschland und Österreich ist das Problem des wachsenden Nutztierärztemangels seit vielen Jahren bekannt. Und nur eine sehr geringe Zahl der Nutztierärzte wendet auch Homöopathie oder alternative Heilmethoden an.
Es wird immer wieder gefordert, dass Landwirte Antibiotika einsparen müssen. Es hat sich gezeigt, dass sich durch eine eigenverantwortliche und verantwortungsbewusste Anwendung von Homöopathie und Komplementärmedizin dieses Ziel der Antibiotikareduzierung sehr wohl erreichen lässt.
Ganz konkret sehen wir künftig in den Homöopathie-Seminaren die Problematik in der Vermittlung von erlaubten und guten Grundlagen zum Wissen über die Homöopathie im Nutztierbereich, wenn der Zusatz „Homöopathie darf nur der Tierarzt anwenden“ erforderlich ist? Bei einem Betriebsleiter ist das weniger problematisch, aber gerade bei den Schülern der Landwirtschaftsschulen wo wir seit vielen Jahren unterrichten kann hier kein zufriedenstellender, gesetzeskonformer, guter Leitfaden zur Eigenanwendung gegeben werden.

Leider haben uns die Berufsverbände der Landwirte (Bauernverband, Bauernbund, Bioverbände, …..) im Bestreben um eine Erleichterung und Änderung der Thematik nicht unterstützt. Es führt bei den ganzheitlich arbeitenden Landwirten und auch Molkereien für die wir Seminare veranstalten, zu absolutem Unverständnis und fördert Verschwörungstheorien, gerade dann, wenn Reserveantibiotika weiterhin erlaubt sind aber ein wirtschaftlicher und regulärer Homöopathie-Einsatz kaum mehr möglich ist.
Ihr alle wisst wie hilfreich und wertvoll die Homöopathie in den Betrieben ist, und gerade der Homöopathie-Unterricht in den Schulen war in den letzten Jahren eine wichtige Ergänzung zur ganzheitlichen und vor allem nachhaltigen Landwirtschaft für die nächste Generation.
Gerne darf diese Information weitergeleitet werden.

Gründung Interessengemeinschaft IGARI – Terminverschiebung

Wie bereits im letzten Rundmail angekündigt, wollen wir eine Interessengemeinschaft gründen um zahlenmäßig repräsentativ gut argumentieren zu können.
Den bereits festgelegten Termin für 23.09.21 müssen wir leider verschieben auf den 12. Oktober 2021,
https://us06web.zoom.us/j/84170853351
Meeting ID: 841 7085 3351
Beginn um 19:30 Uhr

Zum Schluss noch ein „Schmankerl“

Wir haben eine App zum Finden der homöopathischen Mittel, die auf den Grundlagen des homöopathischen Booklets basiert.
Die Seite https://vetlet.de kann kostenlos genutzt werden.

DANKE

Bei unserem letzten Facebook-Post bezüglich des „Irrsinns des neuen Tierarzneimittelgesetzes“ haben innerhalb 2 Tage 45 000 Personen darauf reagiert. Wenn wir diese Zahl als Mitglieder gewinnen können, dann wären wir in der Lage einen „Alternativen Tiergesundheitsdienst“ zu gründen.

Wir wünschen Euch noch eine gute Zeit.

Birgit Gnadl und Angela Lamminger

IGARI Nutztierhomöopathie
Moosener Str. 58
83236 Übersee
kontakt@nutztierhomoeopathie.de

2021-09-21T18:41:21+00:00