Rundbrief Herbst 2020

Liebe Bäuerinnen und Bauern,

Wie gewohnt, möchten wir Euch zum Ende des Jahres anbei einige Infos und Tipps zur aktuellen
Lage schicken.

In diesem sehr turbulentem Jahr ist vieles nicht mehr so wie es vorher war. Es wird sich wahrscheinlich auch in Zukunft noch vieles ändern, jede Veränderung bietet eine Chance oder auf bayerisch gsagt: „Seltn a Schadn ohne Nutzn“.

Aus astrologischen Gesichtspunkten wird diese turbulente Zeit noch etwas andauern. Qualität und Regionalität wird sich aber immer mehr durchsetzen und an Bedeutung gewinnen und die gesamte Naturheilkunde und speziell die Homöopathie als Immunsystem-Stabilisierendes System wird wichtiger denn je werden, für Mensch und Tier.

Wichtig für Euch landwirtschaftliche Betriebe ist es sicherlich in Zukunft Stärken und Fähigkeiten zu nutzen und weiter auszubauen – findet Eure Nische. Nicht nur das was finanziellen Vorteil bringt sondern auch was Euch innere Zufriedenheit und Kraft bringt ist von entscheidender Wichtigkeit.

Kümmert Euch weiterhin so gut um die kranken Tiere, aber vergesst nicht – freut Euch immer ganz besonders über gesunde Tiere. Berücksichtigt weiterhin: kranke Tiere benötigen Pflege und liebevolle Fürsorge– dies ist ein wichtiger Faktor in der Genesung. Geduld und Gewissenhaftigkeit spielen hier eine große Rolle.

Der Winter naht – denkt auch jetzt wieder verstärkt an die Kälber. „Fit für den Winter“ – werden Eure Kälber mit ganz viel Stroh und der bewährten Grippe-Prophylaxe:
Pasteurellen Nosode + BRSV Nosode + Mykoplasmen Nosode – 1 x wöchentlich allen Tieren auf die Nase sprühen.

Eingestallte Tiere jetzt mit Kamala 1 x wöchentlich,
4 Wochen lang gegen Parasiten behandeln um den Druck des Befalls mit Leberegel und Lungenwürmern zu reduzieren.
Besonders wichtig ist das für Kälber die mit langem Fell-Haar und sichtbarer Rückenlinie eingestallt werden, oder aber in den Gruppeniglus zu finden sind, es ist ein Anzeichen für Verwurmung.

Auch sollten jetzt Stall-eigene Gummistiefel und Stallmantel für den Tierarzt und Besamer
zur Verfügung stehen.

Ein „Lockdown“ im Stall ist auch hilfreich den Keimeintrag von aussen zu minimieren.
Diese Zeiten sind auch bedeutend für eine evtl. monatliche Gabe von Silicea C200.

Besteht große Angst vor Ansteckung mit gegenwärtigen Viren und Bakterien (bei Mensch und Tier) kann das Mittel Arsenicum album hilfreich sein (nachfolgend ein Auszug aus dem Booklet Homöopathische Arzneimittellehre für Tiere).

ARSENICUM ALBUM (Ars.)

Weißarsenik Syn. Acidum arsenicosum

Verwendet wird weißes Arsen.

Schlüsselworte der Arznei und besondere Hinweise:

Starke Erschöpfung bei gleichzeitiger körperlicher und geistiger Unruhe. Extreme Schwäche, Kräfteverfall, Furchtsamkeit. Periodizität.

Psyche und Verhalten:

Angst, Unruhe, Unzufriedenheit, Angst vor dem Alleinsein, Schlaflosigkeit, Tier ändert ständig die Lage im Stehen, Gehen oder Liegen. „Pedanterie“ und zwanghaftes Verhalten (Putzzwang der Katzen). Große Erschöpfung nach der geringsten Anstrengung und rapides Sinken der Lebenskräfte. Tier möchte zugedeckt werden. Kein enger Kontakt zu den Artgenossen.

Bevorzugte Wirksphäre in Organen und Körperregionen:

Schleimhäute, Haut, Atmungssystem, Verdauungssystem, Milz, Lymphknoten.

Folge von:

Verdorbenes Futter (z.B. verschimmelte Silage) oder Wasser. Gefrorenes Futter. Schneefressen. Vergiftung. Zu hoch dosierte Antiparasitenmittel. Langer Aufenthalt in Kälte und Nässe. Festliegen. Infektionen, lang bestehende zehrende Krankheiten wie z.B. Durchfallerkrankungen, Krebserkrankungen. Leichenvergiftung.

Symptome:

Angst. Angst vor dem Alleinsein. Unruhe und Bewegungsdrang bei gleichzeitiger Schwäche und Erschöpfung. Absonderungen sind dünn, scharf und übelriechend. Großer Durst, aber es wird nur ganz wenig getrunken. Alles schlimmer nach Mitternacht. Juckreiz bessert sich durch Wärme/Hitze.

Besser durch:

Äußere Wärme/Hitze, Bewegung, Gesellschaft, warme Nahrung.

Schlechter durch:

Kälte, Zugluft, kalte Nahrung, Alleinsein, nachts und nach Mitternacht, Geruch und Anblick von Nahrung.

Hauptanwendungsgebiete:

Gutes Stärkungs- und Kräftigungsmittel – besonders für magere, alte, weibliche Tiere, die schon viele Geburten hatten. Es wirkt vor- wiegend bei chronischen, langandauernden Krankheiten mit großer Schwäche. Ausgeprägte Periodizität der Beschwerden (z.B. jede Nacht zur gleichen Zeit, insbesondere Mitternacht). Wichtiges Mittel gegen Leichenvergiftung (Abort). Beruhigendes Begleitmittel bei Endzuständen und Euthanasie.

Schwächezustände und Kräfteverfall, Abmagerung, verminderter Appetit, Durchfall und Erbrechen, Frühdurchfälle der Kälber, heftiger, wässriger Durchfall mit extremer Schwäche, Durchfall mit Blutbeimengung, Darmentzündung, Magengeschwür/Labmagengeschwür, Vergiftung (z.B. mit Schwermetallen oder verdorbenen Nahrungsmitteln), Folgen von zu hoch dosiertem Parasiten- oder Entwurmungsmittel.

Asthma, Atemnot, akute virale Atemwegsinfektionen (Zwingerhusten, Rindergrippe), COB/Atemwegsprobleme in Folge einer unterdrückten Hautproblematik, wiederkehrende Atemwegsprobleme, Lungenentzündung, Flüssigkeitsansammlung in der Brusthöhle.

Nachgeburtsverhalten und die Folgen daraus, Leichenvergiftung, Gebärmutterentzündung, nach Todgeburten. Anämie nach Blutverlust. Entzündung der Arterien. Ödeme, angelaufene Beine. Chronisches Nierenversagen, Nierenbeckenentzündung. Sommerekzem, verstopfte Talgdrüsen, krankhafter Haarausfall,

Hautausschläge, Hautgeschwür, Gangrän, Läuse, Räude, Juckreiz. Verbrennungen. Borreliose. CEM (ansteckende Deckseuche beim Pferd). Headshaking, Panikzustände mit Notwehrverhalten, Weben.

Kopf: Häufiges Kopfschütteln. Ödematöse Schwellungen.

Augen: Brennen in den Augen mit scharfem Tränenfluss. Lider rot geschwürig, schuppig. Ödeme um die Augen herum. Intensive Lichtempfindlichkeit (liegt bevorzugt an dunklen Orten). Bindehautentzündung mit wundmachender Absonderung.

Ohren: Kalte Ohren.

Nase: Dünne, wässrige, ätzende Absonderungen. Katzenschnupfen. Häufiges Niesen. Kalte Nase. Geruchsempfindlichkeit beim Futter.

Fressen: Verlangen nach Milch.

Trinken: Großer Durst (trinkt oft, aber wenig auf einmal).

Verdauung: Zu Beginn von Durchfällen. Folgen von wässrigen Früchten. Folgen wie Kolik oder Durchfall durch Schneefressen oder Fressen von gefrorenem Futter. Durchfall nach dem Fressen. Übelkeit mit Erbrechen. Durchfall mit Erschöpfung und Abmagerung. Labmagen ist aufgetrieben. Chronische, übelriechende Durchfälle (aashaft stinkend, dunkel). Krampfhafte Vorwölbung des Rektums. Folgen von nicht angewärmter oder zu kalter Milch. Entzündung der Maulschleimhaut mit Bläschen.

Fortpflanzungsorgane: Vergiftung durch Leichengift (Abort). Zur Verhinderung einer Sepsis beim Nachgeburtsverhalten. Todgeburt. CEM (Deckseuche beim Pferd).

Atemwege: Giemende Atmung und Atemnot, trockener Husten. Hustet nach dem Trinken. Lungenentzündung. Wiederkehrende Atemwegsprobleme. Asthmatische Zustände.

Klauen: Strahlfäule, toxische Huf-/Klauenrehe.

Extremitäten: Mühsames Aufstehen. Kalte Extremitäten. Ständige Lageveränderung im Stehen, Gehen oder Liegen.

Haut: Die Haare um den After herum fallen aus. Das Fell wird glanzlos und rau. Trockene, schuppige Haut. Haarausfall. Intensiver Juckreiz. Wildes Fleisch nach einer Infektion. Offene, nässende Stellen. Verbrennungen 2. Grades, ödematöse Schwellungen.

Fieber: Fieber mit Unruhe oder Angst. Hohes Fieber, periodisch. Zurückkehrendes Fieber nach vorausgegangener Antibiose.

Natürlich sind wir weiterhin am Arbeiten auch wenn keine Seminare sind. Sämtliche Seminarskripte werden überholt, Beratungen durchgeführt, Betriebe bei Bedarf besucht, auch die große Arzneimittellehre, auf die schon viele warten, ist in den letzten Zügen. Haaranalysen werden natürlich auch weiterhin gemacht.
Aber wir waren auch im Sommer fleißig und haben ein weiteres Buch herausgebracht, es ist ab Ende November auslieferbar. Solltet Ihr ein Kalender-Abo haben und das Buch gleich mitgeliefert bekommen, dann meldet Euch bitte einfach.

…eigentlich das ideale Weihnachtsgeschenk !!!

Tierhomöopathie in Wort & Art

Tierhomöopathie in Wort & Art

Tierhomöopathie in Wort & Art

64 Seiten in Farbe
Autor: Birgit Gnadl und Sebastian Huber ISBN: 978-3-9819192-4-0
Preis VK 26,80 Euro

Ein Bilder-Lehrbuch mit Witz, Charme und Kunst. Alles das ist das Buch „Tierhomöopathie in Wort & Art“. Einzigartige Darstellung von 24 homöopathischen Mitteln und deren Besonderheiten bei der Behandlung von Tieren. Geeignet für Tierbesitzer, Homöopathen, Tierheilpraktiker, Tierärzte, Studierende, Kunstliebhaber und sonstige aufmerksame, Humor liebende Menschen. Die gezeichneten Tierbilder sind ganz besonders geeignet um Kindern die Homöopathie näher zu bringen.
Lernen und schmunzeln – was will man mehr.

Ausschnitt aus dem Buch-Inhalt:

Tierhomöopathie in Wort & Art

Tierhomöopathie in Wort & Art

Birgit Gnadl und Sebastian Huber haben es gemeinsam mit Herzblut kreiert. Birgit Gnadl kennt ihr und der Huber Wast ist im Chiemgau bekannt als Maler, Werbegrafiker, Autor, Illustrator, Regisseur, Schauspieler, Musiker. Seine bekannten Werke sind das Buch „Der Vinzi-Stier“, „Meine Geister“, „Almsommer“ und der „Der Himmegugga“.

Bestellmöglichkeiten über: www.nutztierhomoeopathie.de

Außerdem gibt es noch ein Weihnachts-Spezial-Angebot für das Buch:
„Homöopathische Konstitutionstypen beim Rind“

(von Angela Lamminger)

Homöopathische Konstitutionstypen beim Rind

Homöopathische Konstitutionstypen beim Rind

Dieses umfassende Nachschlagewerk ist das wohl ausführlichste und in der Aufmachung einzigartigste Buch der
Rinder- Konstitutionstypen-Lehre.
1. Auflage, über 300 Seiten mit 132 Farbfotos und 102 Zeichnungen, ausführliches Repertorium, inklusive abwaschbarem Poster mit 12 Konstitutionstypen-Beispielen.
Angebot gültig von 01.11.2020 – 31.12.2020
statt 58,00 € jetzt für nur 48,00 € erhältlich (D/A)
Bestellmöglichkeiten über: www.nutztierhomoeopathie.de

Des Weiteren möchten wir Euch auf die neue Adresse der Firma Naturstall hinweisen:
Ab sofort NEUE Adresse :
Naturstall Maria Steinert
Pullacher Str. 10
83358 Seebruck
(gegenüber von Regenauer Fertighausbau)
Telefon: 0049 (0) 8667- 87 96 010
Telefax: 0049 (0) 8667- 87 96 012
Öffnungszeiten:
Montag von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr Donnerstag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Wie Ihr Euch sicher denken könnt, sind unsere Seminartätigkeiten durch Corona- Maßnahmen ebenfalls stark eingeschränkt. Der November war immer der vollste aller Seminarmonate.
Derzeit sind sehr viele Seminare abgesagt.
Informiert Euch aktuell immer auf unserer Homepage oder schreibt uns bei Bedarf ein E-Mail. Arbeitskreise werden in nächster Zeit ebenfalls nicht stattfinden können.
Die Seminartermine werden natürlich wenn möglich zeitnah nachgeholt.

Wie wir Euch bereits schon im Frühjahrs-Mail empfohlen haben, möchten wir auch heute nochmals die Stärkung Eurer Abwehrkräfte mit dem „Zaubertrunk“ ans Herz legen:

Heißes Holunder-Ingwer-Zitronen-Getränk

Rezeptur 
Schwarzer Holundersaft 3 Esslöffel
Holunderblütensirup 3 Esslöffel
Ingwer 3 Scheiben (ca. 2 mm dick)
Zitronensaft (Bio) 3 Esslöffel
mit 1 Liter frisch kochendem Wasser aufgießen, umrühren und genießen.

Anwendung:
Über den Tag verteilt 2-3 Tassen trinken.
Es empfiehlt sich jeden Schluck im Mund für einige Sekunden einwirken zu lassen.
passt gut auf Euch auf und bleibts Xsund!

Praxisgemeinschaft IGARI Birgit Gnadl & Angela Lamminger
Private Dozentinnen für ganzheitliche Nutztiergesundheit, Fachbuchautorin, landw. Beratung
Homepage: www.nutztierhomoeopathie.de
Email: gnadl-lamminger@t-online.de oder gela.lamminger@t-online.de

Rundbrief Herbst 2020 zum Download als PDF

2020-11-02T12:00:41+00:00